Art déco

Dem Art déco fehlt ein eindeutiges, zugrundeliegendes Stilmerkmal oder eine stilbildende Anschauung, was vor allem durch die im Gegensatz zu etwa dem Jugendstil („Art nouveau“) erst in den 1960ern definierte Zusammenführung zu einer Stilrichtung erklärt wird.[2] Vielmehr handelt es sich, inmitten des generellen Aufbruchs der klassischen Moderne, um eine gestalterische Verbindung von Eleganz der Form, Kostbarkeit der Materialien, Stärke der Farben und Sinnlichkeit der Thematik. Vieles davon war schon im Jugendstil angelegt – vor allem im Französischen, wo man im Überflüssigen das Notwendigste sah: „le superflu, chose la plus nécessaire“.

Der Name zielt auf die Dominanz dekorativer Elemente und Gestaltungsabsichten des Art déco ab.[2] Charakteristisch für den Art déco ist die stilisierte und flächige Darstellung floraler und organischer Motive. Dieses Fehlen von Schatten und Natürlichkeit vermittelt den modernen und oft plakativen Eindruck der Kunst jener Epoche. Die industrielle Fertigung sowie die unbeschwerte, eklektische Mischung von Stilelementen unterschiedlicher Herkunft sind wichtige Voraussetzungen.